Gegen das Vergessen: Übersicht < Aktionen < Gedenkfeier

Etwa 200 FrankfurterInnen gedenken gemeinsam mit Überlebenden der Opfer des KZ Adlerwerke

1995 erteilt der von Beschäftigten der Adlerwerke gegründete Verein LAGG der Werkstatt Frankfurt den Auftrag für die gärtnerische Umgestaltung des Massengrabs der ermordeten KZ-Häftlinge der Adlerwerke und seine dauerhafte Pflege. Die Stadt, die sich selbst nicht in der Verantwortung sah, gab dazu die Genehmigung.

Ende 1996 schreiben der LAGG und die Initiative gegen das Vergessen einen Wettbewerb aus. Es sollte ein Gedenkstein für das Grab entworfen werden. Die Kosten für den Gedenkstein sowie für dessen Einweihung im September 1997 wurden vom LAGG e.V. und durch zahlreiche Spenden getragen. Zu der Einweihungsfeier wurden die überlebenden KZ-Häftlinge eingeladen. Es kamen acht Überlebende, zwei mit ihren Frauen, sowie der Sohn eines im KZ Katzbach umgebrachten Häftlings. Diese Aktion und der damit verbundene Besuch hat durch seine starke Pressebegleitung viel dazu beigetragen, das KZ in den Adlerwerken in das Bewusstsein vieler Frankfurterinnen und Frankfurter zu holen.